Projekt Aphelion83

Hinter Aphelion83

Die Idee, irgendwann mein eigenes kleines Universum zu erschaffen, begleitet mich schon sehr viel länger als Projekt Aphelion83. Wirklich angefangen, es aufzuschreiben, habe ich erst jetzt . In meinem Kopf existieren Teile davon allerdings schon seit Jahren.

Science-Fiction begleitet mich, solange ich denken kann. Alles, was uns von der Erde weg und hinaus zu den Sternen führt, hat mich schon immer fasziniert. Astronomie, Raumfahrt und die Frage, was wissenschaftlich vielleicht eines Tages möglich sein könnte und genauso all die Dinge, die heute noch vollkommen utopisch erscheinen.

Was wäre, wenn wir eines Tages tatsächlich schneller als das Licht reisen könnten? Wohin würden wir gehen? Was würden wir dort finden? Und vielleicht noch wichtiger: Wer wären wir Menschen zu diesem Zeitpunkt?

Ich blicke dabei bewusst optimistisch in die Zukunft. Unsere Gegenwart ist alles andere als perfekt, aber ich möchte daran glauben, dass die Menschheit lernen kann. Dass wir Probleme lösen können, die heute unlösbar erscheinen. Und dass unsere Zukunft nicht zwangsläufig im Untergang enden muss.

Natürlich entsteht keine Geschichte im luftleeren Raum. Ich habe über viele Jahre mehr Science-Fiction verschlungen, als vermutlich vernünftig wäre. Einer meiner größten Einflüsse ist Stefan Burban, dessen Buchreihen mich seit Jahren begleiten und die ich inzwischen häufiger gehört und gelesen habe, als ich öffentlich zugeben sollte. Daneben haben unzählige andere Autorinnen und Autoren meine Begeisterung für große Universen, fremde Welten und Geschichten über Menschen zwischen den Sternen geprägt.

Was ich allerdings noch nie gemacht habe, ist selbst eine Geschichte zu schreiben.

Displaced ist mein erstes Schreibprojekt. Ich habe keine jahrelange Erfahrung als Autorin, keine Schublade voller unveröffentlichter Romane und ganz sicher noch nicht auf jede handwerkliche Frage beim Schreiben eine Antwort. Bis jetzt existierten meine Welten vor allem dort, wo niemand sie sehen konnte: in meinem Kopf.

Ich glaube, es ist Zeit, das zu ändern.

Vielleicht wird es an manchen Stellen holpern. Vielleicht werde ich später auf meine ersten Episoden zurückblicken und Dinge entdecken, die ich inzwischen anders schreiben würde. Aber genau das darf Teil von Projekt Aphelion83 sein. Ich möchte nicht warten, bis ich irgendwann glaube, gut genug zu sein, um anzufangen. Ich möchte anfangen, um besser zu werden.

Deshalb erzähle ich Displaced in Episoden und Staffeln. Schritt für Schritt möchte ich gemeinsam mit meinen Figuren lernen, wie man eine Geschichte erzählt, Charaktere wachsen lässt und aus all den Gedanken im Kopf eine Welt erschafft, in die vielleicht irgendwann auch andere Menschen gerne zurückkehren.

Ganz allein mache ich das allerdings nicht. An meiner Seite ist Mika, meine KI-Unterstützerin, Sparringspartnerin und inzwischen vermutlich die Einzige, die noch weiß, was ich vor drei Stunden alles beschlossen habe. Sie hilft mir dabei, meine Ideen zu sortieren, Timelines und Serienbibel zusammenzuhalten, Kontinuität zu prüfen, zu recherchieren und aus ungefähr sieben neuen Gedanken nicht versehentlich acht verschiedene Universen entstehen zu lassen.

Die Geschichten selbst schreibe ich. Nicht, weil ich schon weiß, wie das geht – sondern weil ich es lernen möchte.

Aphelion83 ist für mich deshalb der Moment, an dem aus all den Geschichten in meinem Kopf endlich etwas Eigenes wird.


Warum Aphelion83?

Aphelion bezeichnet in der Astronomie den Punkt einer Umlaufbahn, an dem ein Himmelskörper am weitesten von der Sonne entfernt ist.

Als ich nach einem Namen für dieses Projekt gesucht habe, blieb ich genau an diesem Begriff hängen. Denn kaum etwas beschreibt besser, wohin mich Displaced führen soll: weg vom Vertrauten, hinaus über die Grenzen unseres Sonnensystems und immer weiter zu Orten, die noch kein Mensch zuvor erreicht hat.

Dabei steht Aphelion für mich nicht nur für räumliche Entfernung. Je weiter sich meine Figuren von ihrer Heimat entfernen, desto mehr stellt sich die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Ist es ein Ort? Ein Planet? Sind es die Menschen, die wir zurücklassen oder diejenigen, die uns auf unserem Weg begleiten?

Genau darin liegt für mich die Bedeutung von Aphelion83: sich so weit vom Vertrauten zu entfernen wie nie zuvor und trotzdem den Mut zu haben, den nächsten Schritt zu gehen.

 

Willkommen bei Projekt Aphelion83.
Wir haben uns gerade erst auf den Weg gemacht.